Hotel
Wettenberg bei Gießen in Hessen/Deutschland-Germany
Vorschläge
für einen Ausflug oder eine Reise in die Umgebung - ...
und vieles mehr, fragen Sie an der Rezeption nach, wir beraten
Sie gerne und organisieren auch für Sie!
Ritteressen
auf der Badenburg
Burgwanderung
Planwagenfahrten
Kanutouren
auf der Lahn
Besuch
des Stadttheaters in Gießen
Fahrradtouren
entlang der Lahn
Stadtführung
in der Goethestadt Wetzlar
Besichtigung
von Kloster Altenberg, Kloster
Schiffenberg, Barocke Schlosskirche
Weilburg, St. Georgsdom in Limburg
Besichtigung
des Besucherbergwerkes"Grube Fortuna"
in Solms
Marburg
- Kasematten des Landgrafenschlosses
Marburg
- Elisabethenkirche
Weilburg
- Kurbacher Kristallhöhle
Aßlar
- Motor- und Segelflug, Paragliding
Dillenburg
- Wilhelmsturm mit Kasematten und naturwissenschaftlichem
Museum
Wetzlar
und seine Umgebung bieten Ihnen interessante Ausflugsmöglichkeiten:
Dom, Jerusalemhaus, Lottehaus, Palais Papius, Schloß Braunfels
und Burg Greifenstein. Empfehlenswert sind auch das Besucherbergwerk
in Solms/Oberbiel, die Residenz Weilburg und die Kubacher
Kristallhöhle. Gerne beraten wir Sie bei Ihrer Tagesplanung.
Rundweg
durch Wetzlar´s Altstadt:
Über
mittelalterliche Marktplätze und steile Treppchen,
durch enge Gassen und romantische Winkel soll diese Info
Sie bei 37 bemerkenswerten Bauwerken in Wetzlar´s Altstadt
begleiten. Der weitgehend unbeschadet erhalten gebliebene
Stadtkern war einst von einer Stadtmauer mit 5 Toren und
8 Türmen umgeben. In ihm bilden sorgsam restaurierte
Fachwerkhäuser einen reizvollen Kontrast zu schönen
Barockhäusern. Sie prägen mit der über 700
Jahre alten steinernen Lahnbrücke und dem architektonisch
interessanten Dom das unverwechselbare Bild der Wetzlarer
Altstadt. Der Bau und die Geschichte, der in ihrer unvollendeten
Vielgestaltigkeit einzigartigen, seit der Reformation von
beiden großen Konfessionen gemeinsam genutzten Kirche,
ist besonders sehenswert. Vom Dom aus sind es nur wenige
Schritte über den Fischmarkt bis hin zu Wetzlar´s ältestem
Fachwerkgebäude am Brodschirm. Von dort aus beginnt
der historische Altstadt Rundweg:
Brodschirm
6
Wetzlar`s
ältestes Fachwerkhaus aus dem Jahre 1356 ist ein dreigeschossiger
Wandständerbau mit Hängepfosten. Angeblattete
Kopfbänder, geblattete Riegel und Geschoßvorkragungen
auf leicht gekehlten Knaggen zeigen die typische Bauweise
des mittelalterlichen Fachwerks. Das Haus wurde 1986 grundlegend
restauriert.
Fischmarkt
9
Das
1599 als >Marstall< erbaute Haus war im 18.Jh. das
weithin bekannte Gasthaus >Zum Goldenen Löwen<.
Der jeweilige Wirt war auch Posthalter der Hessen-Kasseler,
der Kurpfälzischen und der Thurn-und-Taxisschen Poststation.
Fischmarkt
10
Die
Häuser Fischmarkt 9 und 10 bildeten ein Anwesen und
waren im Besitz der adligen Posthalterfamilie Emerich, aus
der mehrere Juristen hervorgingen. Im kleineren Haus, Fischmarkt
10, wurde 1773 Friedrich Joseph Emerich als Sohn eines verarmten
Reichskammergerichts-Prokurators geboren. Er setzte sich
für die Ideale der Französischen Revolution ein.
Ihn verband eine Freundschaft mit Hölderlin. 1802 starb
Emerich in geistiger Umnachtung.
Fischmarkt
13
Das
1606 erbaute Rathaus der Stadt diente dem obersten Gericht
des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, dem
Reichskammergericht, ab 1693 als Sitz und ab 1756 bis zu
seiner Auflösung als Kanzlei.
Schwarzadlergasse
2
Die
Haupt-Apotheke ist seit 1703 im Besitz der Familie Haupt-Hiepe.
Das Anwesen trug damals den Namen >Zum Goldenen Haupt<.
Nach
dem großen Brand im Jahre 1779, der das Häusergeviert
zwischen Domplatz und Schwarzadlergasse fast völlig
zerstörte, erhielt das Haus eine neue Vorderfront.
Im Innern ist noch die barocke Offizin (Apotheke) zu sehen.
Domplatz
8
In
der ersten Hälfte des 14.Jh. wurde hier ein städtisches
Kaufhaus errichtet, in dem jeder durch Wetzlar ziehende
Kaufmann seine Waren wiegen lassen und versteuern mußte.
Auch die Erzeugnisse der einheimischen Handwerker wurden
hier geprüft und mit Gütesiegel versehen. Seit
1693 befand sich hier das Rathaus, das allerdings 1779 abbrannte.
Der Neubau mit dem klassizistischen Eingangsportal war 1790
fertiggestellt und diente bis 1911 als Rathaus.
Domplatz
3
Die
Hauptwache, ein 1861 errichtetes Gebäude des Spätklassizismus
aus Wetzlars preußischer Zeit, diente von 1862 bis
1877 dem 8. Rheinischen Jägerbataillon als Wachstation.
Danach war sie bis 1972 Domizil der Schutzpolizei.
Domplatz
17
Im
Sommer 1772 war Johann Wolfgang Goethe als Rechtspraktikant
am Reichskammergericht in Wetzlar. Im Gasthaus >Zum Kronprinzen<
hatte er seinen Mittagstisch. Mit anderen jungen Juristen
gehörte er hier einer >Rittertafel< an und trug
den Ritternamen >Götz der Redliche<.
Blaunonnengasse
1
In
der Blaunonnengasse steht Wetzlar`s ältestes steinernes
gotisches Gebäude. Die Gasse hat ihren Namen wahrscheinlich
von einem hier gelegenen Beginenhaus. Im Beginenorden der
>Blauen Nonnen< lebten unverheiratete oder verwitwete
Frauen in frommer Gemeinschaft, ohne ein Gelübde abzulegen.
Lottestraße
8-10
Erstmals
1287 wird diese Niederlassung der Deutschordensritter zur
Verwaltung ihrer umliegenden Güter erwähnt. Im
Hauptgebäude wurden durchreisende Ritter beherbergt;
heute befindet sich in seinen Räumen das Stadtmuseum.
Die
ehemalige Zehntscheune, erbaut 1530, wurde 1944 durch Bomben
zerstört. Nach dem Wiederaufbau wurde hier ab 1976
ein Industriemuseum mit Sammlung aus den Bereichen Optik,
Berg- und Hüttenwesen sowie Rundfunkgerätebau
eingerichtet.
Im
ehemaligen Verwalterhaus wurde 1753 Charlotte Buff geboren:
Eine freundschaftliche Neigung verband sie seit dem Sommer
1772 mit Goethe. 1863 wurde im 1.Stock ein >Lottezimmer<
eröffnet; seit 1922 erinnert das >Lottehaus<
an die Begegnung der jungen Wetzlarerin mit Goethe, deren
Name durch Goethes Briefroman >Die Leiden des jungen
Werthers< weltbekannt wurden.
Pariser
Gasse 36
In
diesem Haus befand sich der Amtssitz der Preußischen
Bergrevierbehörde. Von 1859 bis 1904 wohnte hier der
Amtsleiter, der Geheime Bergrat Wilhelm Riemann (1827 -
1904)
Pariser
Gasse 20-22
Über
zwei Generationen waren die Freiherren von Zwierlein als
bedeutende Juristen am Reichskammergericht tätig. Seit
1736 lebte die Familie in diesem Gebäude. Von 1818
bis 1862 dienten die Räume im Untergeschoß als
Poststation. Im Jahre 1974 wurden die Häuser restauriert.
In den zimmern der ersten Etage befinden sich prachtvolle
Stuckdecken aus dem 18.Jh.
Obertorstraße
21
Als
Sohn eines Jägeroffiziers der 2. Rheinischen Schützenabteilung,
die hier in Garnison lag, und einer Wetzlarer Bürgerstochter
wurde der spätere preußische Infanteriegeneral
Sixt von Armin am 27. November 1851 in diesem Haus geboren.
Durch seine Befürwortung erhielt Wetzlar 1914 eine
Unteroffiziersschule. 1926 wurde Sixt von Armin Ehrenbürger
der Stadt. Er starb 1936.
Turmstraße
14
Der
Säuturm hieß im Mittelalter Schneiderturm. Die
Handwerkerzunft der Schneider hatte diesen Teil der Stadtmauer
in Ordnung zu halten und zu verteidigen. Zur Stadtseite
hin ist der Turm, der Ersparnis wegen, offen. Erst im Jahre
1745 brachte man neben dem Turm eine Pforte an, die dem
Durchlaß der Schweine auf die Weiden vor der Stadtmauer
diente. 1914 wurde das Dach in seiner heutigen schlichten
Form errichtet. Von hier aus sieht man jenseits der Avignonanlage
die Burgruine Kalsmunt. Die zur Zeit Kaiser Friedrich Barbarossas
erbaute Reichsburg diente bis etwa 1500 als Wohnsitz. Danach
war sie dem Verfall preisgegeben.
Kornmarkt
5
1767
wurde am Kornmarkt das barocke Theater, Ball- und Gasthaus
>Zum Römischen Kaiser< erbaut. Das Wirtshausschild,
die Figur eines Kaisers, stellt wohl Franz I. dar, den Gemahl
Kaiserin Maria Theresias, der von 1747 bis 1765 römisch-deutscher
Kaiser war.
Kornmarkt
7
Im
Sommer des Jahres 1772 wohnte Johann Wolfgang Goethe in
diesem Haus. Entsprechend der Familientradition absolvierte
er ein juristisches Praktikum am Reichskammergericht.
Engelsgasse
2 (Ecke Kornmarkt)
Auffallend
an dem 1607 erbauten Fachwerkhaus ist der reichverzierte
Fenstererker. Nach der Inschrift im linken Fensterbrüstungsfeld
trug das Haus bis zum Ende des 18.Jh. den Namen >Zur
Sonne<. Später hieß es nach dem Relief am
Mittelbalken des Erkers >Zum Reichsapfel<. An beiden
Traufseiten tragen die Rähmbalken Psalmen als Inschriften.
Engelsgasse
1
Hier
im ehemaligen evangelischen Pfarrhaus wurde 1808 Gustav
von Lauer geboren, der spätere Leibarzt Kaiser Wilhelms
I. Für seine Verdienste um die Verbesserung des Militär-Medizinalwesens
erhielt er 1885 die Ehrenbürgerschaft seiner Vaterstadt.
Engelsgasse
3
Dieses
Haus mit mehrstufigem Treppenportal wurde 1766 errichtet.
Über der Haustür bilden die ineinander verschlungenen
Initialen LDFH das Monogramm des Prokurators Licentiat Damian
Ferdinand Haas; er war der Erbauer des 1984 renovierten
Anwesens. Im Innern ist die ursprüngliche Raumaufteilung
mit kassettierten geschnitzten Türen und Rokoko-Stuckdecken
erhalten.
Engelsgasse
5
Zu
Beginn des 18.Jh. erbaute Kammergerichtsprokurator Dr. Goy
dieses Haus, das in der Mitte des 18.Jh. durch Prokurator
von Ruland den barocken Anbau erhielt. 1788 wurde hier der
spätere bayerische Ministerpräsident unter König
Ludwig I., Carl August von Abel, geboren.
Engelsgasse
22
Der
Junker Eberhard Stommel, nassauischer Untervogt zu Wetzlar,
und seine Frau Lisa Schutzbar, genannt Milchling, wohnten
um das Jahr 1500 hier. Sie ließen über dem gotischen
Eingang ihre Wappen anbringen. Nach dem Tod des Ehepaares
ging der Besitz wahrscheinlich an das Kloster Engelthal
bei Friedberg über. Die Engelsgasse soll ihren Namen
davon ableiten. Von 1542 bis 1910 befand sich hier eines
der drei evangelischen Pfarrhäuser.
Jäcksburg
13
Die
>Grauen Nonnen< waren einer der drei mittelalterlichen
Beginenorden in Wetzlar. Auf den starken Grundmauern des
Wohnhauses wurde 1722 ein Fachwerkgebäude mit barockem
zierat und schönem Portal errichtet. Mitte des 18.Jh.
wohnte hier der Reichspfennigmeister am Reichskammergericht
Heinrich von Hahn.
Kornblumengasse
1
Das
1740 von Johann Conrad Heeser von Lilienthal, Prokurator
am Reichskammergericht, erbaute Palais wurde ab 1756 von
Assessor Johann Hermann Franz von Pape, gen. Papius (1717
- 1793), beträchtlich erweitert und erhielt eine aufwendige,
größtenteils erhaltene Innenausstattung. Während
der zweiten großen Kammergerichtsvisitation wohnten
hier Fürst Egon von Fürstenberg und sein Nachfolger
Fürst Franz Gundacker von Colloredo-Mansfeld. Das Anwesen
hat im 19.Jh. wiederholt seinen Besitzer gewechselt; 1860
wurde es von der Stadt Wetzlar erworben. Seit 1967 beherbergt
es die Sammlung der Wetzlarer Ehrenbürgerin Dr. med.
Irmgard von Lemmers-Danforth (1892 - 1984) mit fürstlichem
Mobiliar vom ausgehend 15. bis in das frühe 18.Jh.
aus Italien, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland.
Gemälde, Uhren, erlesene Keramik und Kunstwerke des
Goldschmiedehandwerks ergänzen die Sammlung und runden
sie ab zu einem Gesamtbild europäischer Wohnkultur
aus der Renaissance und dem Barock.
Hofstatt
19
Das
>Avemannsche Haus< ist in der Mitte des 18.Jh. von
Assessor Freiherrn Johann Hermann Franz von Pape, gen. Papius,
erbaut und an verschiedene Reichskammergerichts-Familien
vermietet worden. Anfang des 19.Jh. war Oberstleutnant von
Avemann Besitzer dieses Hauses. 1836 bis 1940 waren in diesem
Gebäude verschiedene Schulen untergebracht, danach
diente es Wohnzwecken und wurde später für städtische
Einrichtungen genutzt. 1987 wurde hier ein Reichskammergerichtsmuseum
eingerichtet.
Zuckergasse
8
1694
eröffnete in diesem Haus der Buchdrucker Georg Ernst
Winckler die erste bedeutende Druckerei Wetzlar`s, die über
mehrere Generationen im Familienbesitz blieb. Hier wurde
ab 1767 die erste Wetzlarer Zeitung gedruckt, die >Wetzlarischen
Anzeigen<.
Ludwig-Erk-Platz
4
Fünf
Jahre seiner Kindheit verbrachte der am 6. Januar 1807 geborene
Ludwig Erk in Wetzlar. Er legte die zu seiner Zeit umfangreichste
und sorgfältigste Sammlung deutscher Volkslieder an.
Schillerplatz
6-8
1261
wurden in Wetzlar erstmals Franziskanermönche urkundlich
erwähnt. Die Kirche, ein um 1300 errichteter gotischer
Bau mit einem dreischiffigen Langhaus und Chor mit 5/8-Abschluß,
trägt den für Kirchenbauten der Bettelmönchorden
typischen Dachreiter. Über dem barocken Portal im Nordwesten
befindet sich ein Relief mit dem Symbol der Franziskaner:
Ein geknoteter Kuttenstrick umgibt ein Kreuz und zwei sich
kreuzende Arme, einen bekleideten und einen unbekleideten
mit Wundmalen an den inneren Handflächen. Nach 1826
wurden Klostergebäude und Klosterkirche mehrmals umgebaut
und dienten als Gefängnis, als Magazin und Kaserne.
1877 wurde das Langhaus aufgestockt und seitdem als Schulgebäude
genutzt. Der Chorteil der Kirche, heute die evangelische
>Untere Stadtkirche<, war den 1586 an Jäcksburg
und Jakobsburg angesiedelten 60 reformierten wallonischen
Flüchtlingsfamilien für ihren Gottesdienst zugewiesen
worden. Die von ihnen benutzte Treppe zwischen Jäcksburg/
Jakobsburg und Rosengasse hieß im Volksmund wohl deshalb
>Reformiertes Treppchen<, weil hier Pfarrhaus und
Schule der reformierten Gemeinde standen.
Schillerplatz
5
Am
Ende des 17.Jh. wurde dieses Haus erbaut und seit 1694 von
der Familie des bedeutendsten Wetzlarer Buchdruckers und
Verlegers Georg Ernst Winckler bewohnt. Der linke, einfachere
Fachwerkerker entstand erst 1742. Am 30. Oktober 1772 erschoß
sich in diesem Haus der braunschweigische Legationssekretär
Carl Wilhelm Jerusalem (1747 - 1772). Goethe, der sich im
Sommer 1772 in Wetzlar aufhielt, verknüpfte eigene
Wetzlarer Erlebnisse und das tragische Ende Jerusalems in
seinem 1774 erschienenen Briefroman >Die Leiden des jungen
Werthers<. In dem 1986/87 renovierten Haus befindet sich
im 2. Obergeschoß eine Gedenkstätte für
Carl Wilhelm Jerusalem, den >Werther< Goethes.
Silhöferstraße
22
Das
Haus trägt über dem schönen Renaissanceportal
ein Ehewappen und eine lateinische Inschrift; sie besagt,
daß der Rechtsgelehrte Siegfried Clotz, Kanzler von
Oberhessen, das Haus zur zierde seiner Vaterstadt und zu
seiner und seiner Familie Bequemlichkeit 1604 von Grund
auf neu erbaut hat.
Silhöferstraße
15-19
1547
wurde das Haus von dem Stiftsschultheißen und nassauischen
Untervogt zu Wetzlar Bruno von Köln erbaut, 1759
von Prokurator Johann Ferdinand Brand von Flender unter
Einbeziehung älterer Bauteile erneuert. In der 2.
Hälfte des 18.Jh. wohnte hier die Familie von Ulmenstein,
Juristen am Reichskammergericht.Seit 1785 dienten die
Räume im Untergeschoß der Thurn- und Taxisschen
Posthalterei als Station. 1981 wurde das Gebäude
unter Einfügung des alten Portals neu errichtet.
Eisenmarkt
9
1599
wurde dieses Haus an der Stelle einer mittelalterlichen
Münzpräge erbaut. Aus dem französischen Spruch
an der Längsseite des Hauses kann man darauf schließen,
daß der Bauherr wahrscheinlich zu den 1586 in Wetzlar
aufgenommenen reformierten wallonischen Glaubensflüchtlingen
gehörte.
Eisenmarkt
7
Das
spätgotische Haus ist um 1500 erbaut worden. Von 1690
- 1806 befand sich hier die Apotheke >Zum Goldenen Löwen<.
1955 wurde das im 19.Jh. verputzte Fachwerk freigelegt.
Am
Lahnpförtchen
Das
Lahnpförtchen, ein kleiner Durchlaß in der mittelalterlichen
Stadtmauer, diente den hier angesiedelten Handwerkern dazu,
ihren Wasserbedarf im Mühlgraben und an der Lahn zu
decken. Hier in der Lahnstraße spielt auch die von
Wilhelm Heinrich Riehl verfaßte Novelle aus dem mittelalterlichen
Wetzlar >Der stumme Ratsherr<.
Hospitalkirche
Das
Hospital zum Heiligen Geist wird 1262 erstmals urkundlich
erwähnt. Als Stiftung der Bürgschaft gewährte
es Armen Asyl und durchreisenden Pilgern Herberge. Später
diente es als Altersheim.
Die
1764 anstelle einer gotischen Hospitalkapelle erbaute evangelisch-lutherische
Predigtkirche zeigt eine schöne Rokoko-Ausstattung
mit einem Kanzel-Altar.
Eselsberg
1
Schon
seit der Mitte des 13.Jh. befand sich an dieser Stelle eine
Niederlassung des Klosters Altenberg bei Wetzlar, die bei
der großen Feuersbrunst des Jahres 1643 abbrannte.
Das jetzige Gebäude, 1669 errichtet, gehörte dem
Kloster bis zu dessen Auflösung im Jahre 1803. Die
barocke steinerne Portalumrandung zeigt auf dem Schlußstein
die Renovierungsdaten 1755 und 1879.
Hauser
Gasse 17
1782
wurde hier der Grundstein zu einem Archivgebäude für
das Reichskammergericht gelegt. Das Bauwerk war bei Auflösung
des Gerichts 1806 noch unvollendet. 1852 wurde das Kreisgericht
in das inzwischen fertiggestellte Gebäude verlegt.
Von 1879 - 1911 befand sich hier das Amtsgericht; seit 1911
ist das Gebäude Rathaus der Stadt Wetzlar.
Hauser
Gasse 26
Seit 1760 war dieses Haus Wohnsitz der Familie des Assessors
Dr. Johann Kaspar Anton von Albini, dessen dritte Ehefrau
Maria Dorothea geb. von Requile den Großteil ihres
beträchtlichen Vermögens der städtischen
Armen-Versorgungskasse hinterließ. Ein von der Stadt
Wetzlar errichtetes Grabdenkmal im heutigen Rosengärtchen
erinnert an die >Mutter der Armen<.
Ausflugsmöglichkeiten
rund um W e t z l a r und W e t t e n b e r g
Solms/Oberbiel,
Das Besucherbergwerk >Grube Fortuna<, an der B49,
Die
Grube Fortuna liegt am Ostrand des Westerwaldes oberhalb
des Lahntales. Im Original erhaltenes letztes hessisches
Eisenerzbergwerk (bis 1983). Einmaliges Erlebnis - 150 Mt.
unter Tage wird der Eisenerzabbau mit Originalmaschinen
vorgeführt. Das Feld- und Grubenbahnmuseum mit zur
Zeit 23 Dampf-, Diesel-, und Akkulokomotiven mit Bergbaumuseum
und bewirtschaftetem Zechenhaus sind zu empfehlen.
Anfahrt
für Busse: B49, Abfahrt Oberbiel; Öffnungszeiten:
März bis November 9.00 bis 16.00 Uhr; Montag Ruhetag;
Um Voranmeldung für Gruppen wird gebeten unter Tel:
06443-401
Braunfels
- Ein Märchen lebt - an der B49, Wetzlar - Limburg/Lahn
Auf
halbem Wege zwischen der alten Reichsstadt Wetzlar und dem
einstigen Konradinerstammsitz Weilburg erhebt sich südlich
der Lahn die Silhouette des traditionsreichen Schlosses
Braunfels, eine Stadt, wie aus dem Bilderbuch. Märchenhaftes
Schloß mit Rittersaal und Gemäldegalerie sowie
Familienmuseum. So präsentiert sich noch heute die
Fachwerkkulisse unterhalb der vieltürmigen Schloßsilhouette
in ihrer ursprünglichen Einheitlichkeit. Vor der äußeren
Ringmauer liegt der belebte und romantische Marktplatz.
Versäumen Sie nicht einen Altstadtrundgang durch die
Stadt am Rande des Taunus. Nehmen Sie sich die Zeit für
eine große Führung durch die weitläufige
Schloßanlage. Im Jahre 1246 wurde erstmals ein >Castellum
Bruninvels< der Solmser Grafen erwähnt. Nachdem
deren Solmsbach (im heutigen Burgsolms) gelegener Stammsitz
im 14.Jh. zerstört worden war, erlangte die Schutzburg
auf den benachbarten Basaltkegel neue Bedeutung. Beachten
Sie auf dem Rückweg das Hintertäler Tor mit seinem
außergewöhnlichen Fachwerk-Detail und das Haus
mit den herrlichen Renaissanceknaggen sowie den wundervoll
geschnitzten und bemalten Fratzen direkt über dem Hintertäler
Tor. Die Verbindung von Fachwerk; Natur und Geschichte verzaubert
immer aufs neue.
Weilburg
-Eine Reverenz an die Residenz- an der B49, Wetzlar -
Limburg/Lahn
Wie
eine Insel liegt die historische Altstadt auf einem hohen
Felsrücken über der Lahn. Am alles und in jeder
Hinsicht überragenden Weilburger Schloß, der
ehemaligen Residenz der Fürsten von Nassau-Weilburg,
kommt keiner vorbei, der sich von den vielfältigen
Reizen des Lahntals verwöhnen lassen will. Eine Schloßführung
sollten Sie auf keinen Fall versäumen. Die mittelalterliche
Burg wurde im 16.Jh. zum Renaissanceschloß umgebaut.
Vor der Schloßkirche entstand der herrliche Marktplatz
mit dem Neptunbrunnen als optischer Mittelpunkt. Der von
den vier Flügeln des Hochschlosses umrahmte Schloßhof
rühmt sich zu recht als ein Juwel deutscher Renaissance-Architektur.
Mit dem Uhrturm, dem Pfeiferturm, den Arkaden, den Fachwerkgiebeln
und dem in der historischen Musterung erhaltenen Basaltpflaster,
gilt er als einer der schönsten Schloßhöfe
Europas - und als einer der beeindruckendsten "Konzertsäle".
Eine Attraktion von überregionaler Bedeutung.
Kaum
weniger spektakulär ist die erst seit 1981 zugängliche
Kubacher Kristallhöhle. Diese einzige Kristallhöhle
Deutschlands besitzt die mit 30 Metern höchste Halle
aller deutschen Schauhöhlen. In der Schaustollenanlage
ist ein Eisenerzbergwerk mit Maschinen und Fördereinrichtungen
originalgetreu und betriebsbereit nachgebildet.
Öffnungszeiten
von April bis Oktober werktags von 14.00 bis 16.00 Uhr,
Sa, So. u. Feiertags von 10.00 bis 17.00 Uhr; oder nach
Vereinbarung. Führungsdauer ca. 45 Min. Großer
Parkplatz am Höhleneingang. Auskünfte erhalten
Sie unter Tel: 06471-4813
Hadamar
-Fürstliches Kleinod-, an der B49, Wetzlar - Limburg/Lahn
Eine
Elbe kennt jeder, aber die Elb? Wer diesen Flußnamen
bisher für einen Druckfehler gehalten hat, sollte sich
so bald wie möglich auf den Weg nach Hadamar machen:
Beschaulich zieht der Elbbach seine Bahn durch die historische
Fürstenstadt im Westerwald.Umsäumt von schönen
Spazierwegen, hält er sich dezent im Hintergrund, wenn
er die größte Sehenswürdigkeit der 12.000-Einwohner-Stadt
passiert: Das berühmte Renaissance-Schloß. Der
ehemalige Sitz der Fürsten von Nassau-Hadamar mit der
evangelischen Schloßkirche von 1629 gehört zu
den zahlreichen Kulturdenkmälern Hadamars von internationalem
Rang. Im 17.Jh. baute Fürst Johann Ludwig (1590 - 1653)
die ehemalige Wasserburg im Elbbachtal zu einer weiträumigen
Schloßanlage aus. Sie zählt heute zu den größten
und bedeutendsten Renaissance-Schlössern. Doch damit
alleine gab sich Johann Ludwig längst nicht zufrieden:
Ihm
verdankt Hadamar auch seine barocke Neustadt mit den rechtwinkeligen
Straßenzügen und den großflächigen
Marktplätzen. Schließlich, weil aller guten Dinge
drei sind: Auch das Gymnasium, das über 300 Jahre als
humanistische Bildungsstätte große Ausstrahlungskraft
besaß und heute noch als Gesamtschule seinen Namen
trägt, geht auf den tatkräftigen Fürsten
zurück. Daß Johann Ludwig offenbar einiges zu
bewegen verstand, geht auch aus der Tatsache hervor, daß
er von 1638 bis 1648 im Namen und als Vertreter des Deutschen
Kaisers in Wien an den Friedensverhandlungen des 30 jährigen
Krieges führend mitarbeitete. Für den Kaiser setzte
er schließlich auch seine Unterschrift unter den Friedensvertrag.
Dafür wurde er als erster nassauischer Graf in den
Fürstenstand erhoben.Eindrucksvolle Zeugen reicher
Vergangenheit: Überall in der Stadt trifft man auf
Zeugen der reichen und bewegten Vergangenheit Hadamars.
Neben dem Fürstenschloß gehören dazu vor
allem die LiebFrauenkirche, eine spätgotische Hallenkirche
aus dem 14./15.Jh., dann die barocke Stadtpfarrkirche St.
Johannes Nepomuk, eine ehemalige Klosterkirche der Jesuiten,
das alte Rathaus mit seinem wundervollen Schnitzwerk und
die zahlreichen Fachwerkhäuser mit ihrem lebendigen
Farbenspiel. Es ist nicht zu übersehen, daß Hadamar
über Jahrhunderte Residenz, Gerichtsort, Verwaltungssitz
und Markt für ein weites Umland war.
Limburg
an der Lahn -Der Dom dominiert-, an der B49,
In
fränkischer Zeit an einer Furt durch die Lahn entstanden,
entwickelte sich Limburg zum bedeutenden politischen, kulturellen,
religiösen und kaufmännischen Zentrum zwischen
Taunus und Westerwald. Sein größter Schatz, die
ebenso malerische wie vitale Fachwerk-Altstadt, wuchs zwischen
dem 12. und 19.Jh. heran. Noch einige Jahre älter ist
der Höhepunkt Limburgs: der prachtvoll restaurierte
Dom. An den sieben Türmen des Limburger Doms ist wohl
jeder schon einmal vorbeigefahren. Nur wenige hundert Meter
südlich der bekanntesten Radarfalle der Republik am
Elzer Berg öffnet sich der Blick auf das Limburger
Becken, das von zwei markanten Punkten beherrscht wird:
>Von der Autobahnbrücke und vom Limburger Dom<.
Schön, mag so mancher denken, setzt den Blinker und
wechselt auf die Überholspur: er ahnt wohl nicht, was
er dadurch versäumt - z.B. die nähere Bekanntschaft
eines der imposantesten hessischen Baudenkmäler. Die
ehemalige Stiftskirche St. Georg mit der für einen
Dom so ungewöhnlichen kurzen Bauzeit (1215 - 1235)
verbindet Einflüsse rheinischer Spätromanik und
französischer Frühgotik. Seit den 70er Jahren
unseres Jahrhunderts erstrahlte die viergeschossige Emporenbasilika
wieder in ihren originalen Farben ziegelrot und Altweiß.
Kunsthistorische Sensation: Was der Dom aber vollends zur
Rechtfertigung für einen Limburg-Besuch macht, sind
die Ergebnisse der Innenrestaurierung, die in mehrjähriger,
akribischer Detailarbeit eine kunsthistorische Sensation
zutage förderte: Farbenfrohe romanische Fresken der
Original-Raumfassung aus dem 13.Jh! Damit besitzt Limburg
einen in Europa einmaligen Kunstschatz, der im gleichen
Rang steht wie der offizielle Domschatz - im wenige Schritte
entfernten Diözesanmuseum. Dort ragt unter den 14 sakralen
Kunstwerken vor allem die Staurothek heraus - auch wenn
es sich, genau genommen, um >Diebesgut< handelt: Das
mehr als tausend Jahre alte Kreuzreliquiar wurde 1204 von
frommen Kreuzrittern aus der Hagia Sophia im heutigen Istanbul
entwendet.
Junges
Leben in altem Fachwerk: Manchmal weiß man gar nicht,
wovon die größere Attraktivität ausgeht:
Von der monumentalen Doppelturmfassade des Doms oder nicht
viel mehr vom beispiellosen Reiz einer märchenhaften
verwinkelten Fachwerk-Altstadt, wie sie in dieser Geschlossenheit
kaum noch irgendwo anzutreffen ist.Die hohen, mehrgeschossig
vorkragenden Häuser mit ihren reich verzierten Giebeln
stehen dicht gereiht und bilden schmale, verwinkelte Gassen,
die sich unvermutet zu freundlichen Plätzen weiten.
Doch diese ganze Pracht ist ganz und gar nicht museal, im
alten Fachwerk pulsiert junges Leben. Viele haben sich bleibende
Verdienste darum erworben, daß der historische Stadtkern
noch existiert und sorgsam restauriert werden konnte - auch
der Wettergott: Bei einem Luftangriff 1944 auf Limburg wurden
Markierungsbomben abgeworfen, die aber von einem heftigen
Wind abgetrieben wurden. Insgesamt elf Luftangriffe mußte
die Stadt ertragen, viele Häuser wurden zerstört,
nicht aber die Altstadt. Nur wenige andere Städte hatten
das Glück, daß das gesamte Ensemble ihrer mittelalterlichen
Bebauung erhalten blieb. Der ehemals ummauerte Stadtkern
zwischen St.-Georgs-Dom, Grabenstr. und der 600 Jahre alten
Lahnbrücke steht als Gesamtanlage heute unter Denkmalschutz.
Bad
Camberg, Das Bad im Fachwerk, an der B8, Limburg - Höchst/Frankfurt
Was
wäre Bad Camberg nur ohne sein Wasser! Im ältesten
Kneippbad Hessens wandeln die Kurgäste schon seit 1927
mit Güssen, Packungen, Arm- und Wechselbädern
auf den naturheilkundlichen Spuren des Sebastian Kneipp.
Das begehrte >Bad< darf die Stadt ihren Namen übrigens
erst seit 1981 voranstellen. Bad Cambergs eigentliche Wahrzeichen
sind aber weder die schönen Wasserspiele im Kurpark,
noch die fünf Becken des modernen Freizeit- und Erholungsbades
oder die Quellen im Stadtteil Oberselters - sondern Türme.
Der Obertorturm (1365 - 1380) gehörte als Wehrturm
einst zur Stadtbefestigung und beherbergt heute einen Teil
des Stadt- und Turmmuseums. (Geöffnet vom 01. April
bis 31. Oktober). Wer die exakt 101 Stufen zur ehemaligen
Türmerwohnung emporsteigt, genießt einen wunderbaren
Blick über die Dächer der Stadt und hinauf zu
den Bergen des Hochtaunus. Das Gegenstück zum Obertorturm
ist der Untertorturm, von den Einheimischen gern als >Schiefer
Turm von Bad Camberg< apostrophiert: Bei einer Höhe
von 21,34 Metern weicht er 1,44 Meter vom Lot ab. Unweit
des Untertorturms finden Sie die katholische Pfarrkirche
St. Peter und Paul, die als eine der seltenen Zopfstil-Kirchen
in dieser Region Ihre Aufmerksamkeit verdient. Deckenfresken,
Medaillons und Stuckentwürfe stammen vom Mainzer Hofmaler
Guiseppe Appiani, der auch die berühmte fränkische
Wallfahrtskirche >Vierzehnheiligen< ausstattete.
Juwel
der Fachwerkstadt: Der Amtshof. Das Juwel der Fachwerkstadt
Bad Camberg ist aber zweifellos der Amthof, der im 17.Jh.
in mehreren Abschnitten erbaut wurde. Zwischen 1967 und
1993 vor allem aber mit Beginn der grundlegenden Sanierung
ab 1985, mauserte sich hier ein Aschenputtel zur strahlend
schönen Prinzessin. Mit seiner 144 Meter langen Front
zählt der Amthof zu den imposantesten Fachwerkbauten
Mittelhessens. Vom Amthof führt Sie die Kapellenstraße
zur Kreuzkapelle, einem weiteren, weithin sichtbaren Wahrzeichen
der Kurstadt. Der 300 Jahre alte Kirchenbau thront hoch
über dem >Goldenen Grund< wie das Land, zwischen
Idstein und Limburg wegen seiner Fruchtbarkeit und der sich
hier vom waldreichen Taunus deutlich abhebende Getreidefelder,
genannt wird. Zu den ältesten heute noch bewohnten
Häusern der Stadt gehört die >Alte Amtsapotheke<
aus dem Jahre 1492. Seit 1663 wird in diesem Haus eine Apotheke
geführt. Schlägt man an der Alten Amtsapotheke
aber die dem Marktplatz entgegengesetzte Richtung ein, kommt
man zum dritten markanten Turm der Stadt, zum >Weißen
Turm< oder >Lieberschen Turm<. Erbaut wurde er
aus den Fundamenten eines mittelalterlichen Befestigungsturms
von dem 1838 in Bamberg geborenen Reichstagsabgeordneten
Ernst Lieber. Das Studienzimmer im ersten Stock entwickelte
sich zum Treffpunkt seiner zahlreichen Freunde aus Politik,
Kirche, Wissenschaft und Kunst.
Der
Heilbrunnen des Bad Camberger Stadtteils Oberselters liefert
seit über 200 Jahren ein wohlschmeckendes Mineralwasser
und ein bekömmliches Heilwasser. >Selterswasser<
hat sich im Lauf der Jahre zum Gattungsbegriff entwickelt.
Idstein,
-Harmonie am Hexenturm, an der B8, Limburg - Höchst/Frankfurt
Ältestes
erhaltenes Bauwerk Idsteins und zugleich unverkennbares
Wahrzeichen der Stadt ist der um 1350 errichtete Hexenturm.
Seinen Namen erhielt der Bergfried wohl erst später,
nachdem in der zweiten Hälfte des 17.Jh. 35 Frauen
und 8 Männer den Hexenprozessen in Idstein zum Opfer
gefallen waren.Heute hat Idsteins Wahrzeichen nichts Bedrückendes
mehr, im Gegenteil: Am Hexenturm herrscht Fachwerk-Harmonie.
Was sich hier im Umkreis von wenigen hundert Metern dicht
geprägt präsentiert, ist beeindruckend. Selten
findet man gleich so viele Baudenkmäler im malerischen
Ensemble, dank einfühlsamer Stadtsanierung, prächtig
erhalten. Herzstück der Altstadt ist der König-Adolf-Platz,
benannt nach Adolf von Nassau, Graf zu Idstein, von 1292
bis 1298 deutscher König. Hier steht auch das Rathaus,
in dem seit rund 300 Jahren über die Geschicke der
Stadt entschieden wird. Von der Rathaustreppe bietet sich
der beste Überblick über den Platz und die eindrucksvollsten
Fachwerkhäuser. Idstein >Hauptstadt des Jazz<.
Der beste Anlaß für einen Abstecher in den Stadtteil
Heftrich ist zweifellos der Alteburger Markt, ein schon
seit dem 16.Jh. bekannter riesiger Kram- und Viehmarkt mit
Volksfest. An drei Donnerstagen im Jahr - jeweils nach Pfingsten,
Jakobus und Bartholomäus - trifft sich jung und alt
an der Stätte eines ehemaligen Römerkastells unter
alten Linden. Den Höhepunkt des Veranstaltungsreigens
aber bildet >Hessen Jazz<, das größte Fest
traditioneller Jazzmusik in Hessen. Für ein Sommerwochenende
wird die ganze Altstadt zu einem einzigen, großen
Podium: Jazz in allen Gassen, auf elf Bühnen und vor
Tausend von begeisterten Zuhörern.Kein Idstein-Besuch
ohne Besichtigung der Unionskirche. Um 1330 wurde mit ihrem
Bau begonnen. Die heutige Innenraum-Gestaltung erfolgte
zwischen 1655 und 1677. Das schlichte Äußere
der ehemaligen Stiftskirche läßt nicht vermuten,
was sie im Inneren birgt: Gemälde aus der Rubenschule
machen sie zu einer der bedeutenden deutschen Kirche, Der
jetzige Name der ehemaligen Martinskirche erinnert an die
Union zwischen Lutheranern und Reformierten im Herzogtum
Nassau, die 1817 in Idstein geschlossen wurde. Zum 100jährigen
Jubiläum dieser Union wurde die ehemalige Martinskirche
1917 in >Unionskirche< umbenannt.
Hochheim
am Main, Ein Hoch dem Wein, an der A3, Limburg - Höchst/Frankf.
Obwohl
die Stadt aus allen Himmelsrichtungen auch mit dem Auto
schnell und einfach zu erreichen ist, sollte man nach Hochheim
am besten mit dem Zug fahren. Der Grund für diese Empfehlung
wird klar, sobald man vom Hochheimer Bahnhof aus zu Fuß
durch die Weinberge zu Stadt hinaufsteigt, immer auf die
katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul zu. Spätestens
dann, wenn Sie nach dem Aufstieg am Fuße des Kirchturm
mit dem schon von weitem sichtbaren Spitzhelm stehen, den
Blick über die Reben bis nach Mainz im Westen und zu
den Höhenzügen des Odenwaldes im Südosten
schweifen lassen oder den reizvollen Pfarrhof mir dem prächtigen
Fachwerk des Küsterhauses genießen, sind Sie
vom Zauber Hochheims für immer gefangen. Treten Sie
in die Kirche ein, und bewundern Sie den 1775 entstandenen
Hochaltar, die Deckengemälde mit Szenen aus dem Leben
der Kirchenpatrone St. Peter und Paul, die Emporen, die
Kanzel und die Seitenaltäre.
Königin
Viktoria sei Dank: Der Rebensaft > Hochheim zählt
übrigens zum Weinbaugebiet Rheingau< begründete
auch den internationalen Ruf Hochheims, und zwar mit freundlicher
Unterstützung von Königin Viktoria von England:
Ihre Majestät liebte die Hochheimer Gewächse über
alles. Als sie 1845 Deutschland bereiste, lud ein pfiffiger
Winzer namens Georg Pabstmann die Monarchin ein, einen seiner
Weinberge zu besuchen. Anschließend erbat er die Erlaubnis,
den Weinberg fortan >Königin Viktoria Berg< nennen
zu dürfen - auch dies wurde ihm gewährt. Vier
Jahre später ließ er außerdem in den Weinbergen
das sieben Meter hohe Königin-Viktoria-Denkmal errichten.
Höchst,
Das andere Frankfurt
Vergessen
Sie alles, was Sie bisher über Frankfurt gehört
haben. Hier in Höchst gibt es keinen babylonischen
Bauboom á la Messe oder Bankenviertel und nichts
vom ameisenhaften Hin und Her auf der Zeil. Hier herrscht
statt dessen die Idylle des einzigen in Frankfurt erhaltenen
städtischen Fachwerk-Ensembles. Nach Frankfurt eingemeindet
wurde Höchst erst 1928 - bis dahin glich das Verhältnis
der beiden Nachbarn am Main eher jenem von Hund und Katze.
Schon in römischer Zeit sicherte am Steilufer des Mains
bei der Nidda-Mündung ein Erdkastell den wichtigen
Umschlagplatz für die Kriegszüge gegen die Wetterau.
In der Mitte des 9.Jh. entsteht eine erste Steinkirche,
die Justinuskirche, mit dem wirkungsvollen Kontrast von
niedrigem Langhaus und spätgotischem Hochchor heute
das bedeutendste Bauwerk und neben dem Schloßturm
eines der Wahrzeichen von Höchst.
Bad
Nauheim, A5, Höchst/Frankfurt - Wetzlar
Das
1835 gegründete Staatsbad besitzt salzhaltige Quellen,
die bereits zur keltischen Zeit für Siedereien genutzt
worden waren. Dies und die weitere Entwicklung wird im Salzmuseum
des Teichhaus-Schlößchens im Alten Kurpark dokumentiert.
(Geöffnet Die, Do und Sa nachmittag, sowie So. Vormittag).
Breites Interesse erweckte der Ort aber erst nach 1835,
als die erste Solebadeanstalt errichtet wurde. Besichtigenswert
sind aber vor allem die zwischen 1905 und 1911 erbauten
Jugendstil-Kur-anlagen um den Sprudelhof mit Badehäusern
und Trinkkuranlage mit Kolonnaden, deren bildhauerische
und kunsthandwerklichen Details eine wesentliche Leistung
der sogenannten Darmstädter Schule darstellen. Im Steinfurther
Alten Rathaus befindet sich ein Rosenmuseum, mit einer gut
120-jährigen Rosenzucht, eine Perle der Wetterau.
Butzbach,
an der A5, Höchst/Frankfurt - Wetzlar
Auf
dem Weg von Bad Nauheim nach Gießen sollte man nicht
achtlos an Butzbach vorbeifahren. Seit der Steinzeit war,
wie Funde im Heimatmuseum belegen, die Wetterau besiedelt.
Die Römer bauten dort zwei Kastelle und ein großes
Lagerdorf, bevor im Mittelalter das Fachwerk-Schatzkästlein
entstand (Stadtrecht 1321). Trotz starker Zerstörungen
im Dreißigjährigen Krieg blieb noch viel alte
Substanz erhalten; die gotische Markuskirche (13. - 15.Jh.)
das Solmser (15. und 16.Jh.) und das Landgrafenschloß
(1610), das Rathaus (1560) und Teile der turmbewehrten Stadtmauer
aus dem 14.Jh. sind zu sehen. Vielerorts, insbesondere um
den Marktplatz stehen prachtvolle Fachwerkhäuser (17.
Und 18.Jh.). Einen Abstecher auf den westlich Butzbach gelegenen
Hang des >Schrenzer< mit dem rekonstruierten Limes-Wachtturm
sollte man nicht versäumen.
Gießen
, an der A485 Wetzlar - Marburg/Lahn
Das
wichtigste Jahr für Gießen war 1607. Hier gründete
Kaiser Rudolf II. die Universität, die bis heute besteht,
und wurde nach dem berühmten Chemiker >Justus-Liebig-Universität<
benannt. Liebig (1803 - 1873) wurde auch ein Museum gewidmet.
In seinem einzigen Laboratorium (1824 - 1852) das einiges
über sein Leben und Wirken zeigt. Der Physiker Konrad
Röntgen (1845 - 1923) war ebenfalls in Gießen
tätig. An ihn erinnert seit 1962 ein Denkmal beim Stadttheater.
Im, bis 1539 errichteten neuen Schloß, einem Bau zwischen
Spätgotik und Renaissance (bis 1907 restauriert), ist
heute ein Teil der Universität untergebracht. Das wiederaufgebaute
alte Schloß, (Ursprung um 1330) beherbergt das Oberhessische
Museum mit Gemälden und Kunsthandwerk. Der botanische
Garten wurde im 17.Jh. als erster Deutscher Universitäts-Lehrgarten
angelegt.
Marburg
an der Lahn, Alles ist Universität, an der B3
Kurz
und treffend beschrieben: Marburg hat nicht nur eine Universität,
Marburg ist eine Universität. Die Liste der Prominenten,
die hier studierten oder lehrten, reicht von Clemens von
Brentano über Konrad Duden und Gustav Heinemann bis
zu Boris Pasternak und Ferdinand Sauerbruch. Rund 78.000
Einwohner und 19.000 Studierende. Was muß man in Marburg
unbedingt gemacht haben? Zum Beispiel eine Rast im >Cafe
Vetter< einlegen und beim prachtvollen Ausblick vom Terrassencafe
den Baumkuchen probieren. Eine beschauliche Lahnpartie mit
dem Tret- oder Ruderboot unternehmen. Abends mal in einer
der urigen Studentenkneipen das eine oder andere Glas Kirschwein
probieren. Die grüne Idylle des Alten Botanischen Gartens
mitten in der Stadt und des Neuen Botanischen Gartens auf
den Lahnbergen genießen. Am ersten Sonntag im Juli
den traditionellen Marktfrühschoppen vor dem Rathaus
miterleben. Jeweils am ersten Samstag im Monat sollten Sie
den beliebten Flohmarkt besuchen, der sich am Stein weg;
- nur ein paar Schritte von der Elisabethkirche (1235 -
1283) entfernt, einem der ersten reingotischen Sakralbauten
in Deutschland mit wundervollen Glasmalereien; - hoch in
die Oberstadt zieht. Die Universitätsstadt oberhalb
der Lahn entstand im Schutz einer Burg, erbaut für
die Landgrafen von Thüringen um 1140. 1248 wurde Marburg
Hessens erste Residenz. Die Landgrafen sorgten dafür,
daß die Burg zum Schloß umgestaltet wurde. Ende
des 15.Jh. hatte es weitgehend die Form erreicht, deren
Pracht heute noch begeistert. (Universitätsmuseum für
Kulturgeschichte).
Eine
der berühmtesteten Frauen des Mittelalters war die
thüringische Landgräfin Elisabeth. Im Alter von
vier Jahren kam Elisabeth, die Tochter des Königs von
Ungarn, auf die Wartburg an den Hof des Landgrafen Hermann
von Thüringen, mit dessen Sohn Ludwig IV. sie 1221
im Alter von kaum 14 Jahren verheiratet wurde. Als der junge
Landgraf 1227 auf einem Kreuzzug starb, wurde die wegen
ihrer Frömmigkeit am lebensfrohen Hof unbeliebte Witwe
von der Wartburg vertrieben. In Marburg gründete sie
1228 mit ihrer Abfindung nördlich der Stadt das Franziskushospital
und verbrachte ihre letzten Lebensjahre in asketischer Frömmigkeit
mit der Pflege von Alten und Kranken. Sie starb mit 24 Jahren
(1231). In Perugia sprach Papst Gregor IX. sie schon 1235
für ihr karitatives Wirken heilig. Sogleich begann
man mit dem Bau der eindrucksvollen Elisabethkirche über
ihrem Grab, eines der frühesten rein gotischen Gotteshäuser
Deutschlands (früher Wallfahrtsort) - sie allein ist
schon die Reise nach Marburg wert.Die Marienkirche (13.Jh.)
wurde wegen ihres schiefen Turmes zu einem Wahrzeichen der
Stadt. Das Rathaus (1512 - 1526) wartet mit einem Kuriosum
auf: > Zur vollen Stunde schlägt der Hahn an der
Uhr mit den Flügeln, wendet der Tod die Sanduhr und
stößt der Wächter ins Horn.<
Dillenburg,
zu erreichen A45 Sauerlandlinie, B253 und B277 (oberhalb
Herborn)
Eine
Stadt im Grünen, aber auch ein bedeutsamer Anziehungspunkt
der nördlichen Urlaubs- und Erholungsregion Lahn -
Dill. Eine reizvolle Lage zwischen Westerwald und Rothaargebirge
zeichnet sie aus. Reich an Zeugen historischer Vergangenheit,
beachtenswerte Sehenswürdigkeiten. Zum Ge-denken Wilhelms
von Oranien wurde auf dem historischen Schloßberg
das weithin sichtbare Wahrzeichen Dillenburgs, der >Wilhelmsturm<
errichtet. In seinem Inneren befindet sich das Oranien-Nassauische-Museum.
Weitere Sehenswürdigkeiten: Schloßruine mit unterirdischen
Verteidigungsanlagen (Kasamatten), jährlich ca. 60.000
Besucher. In der evangelischen Stadtkirche, die am Fuß
der Schloßmauer steht, befindet sich die Grabstätte
der Nassau - Dillenburger Grafen und Fürstenfamilien.
Historischer Weg durch die Altstadt. Wirtschaftsgeschichtliches
Museum, >vom Eisenerz bis zur Flugzeugküche<.
Hessisches Landgestüt mit Kutschenmuseum in der Orangerie.
Herrliche Rundwanderwege. Tierpark Dillenburg und viele
Sport- und Freizeitmöglichkeiten.
Herborn,
Hohe Fachwerk-Schule, A45 Sauerlandlinie
Kaum
jemand kennt heute noch die Herborner Universität.
Dabei darf sich die im August 1584 eröffnete >Hohe
Schule< getrost in einem Atemzug mit anderen großen
Hochschulen nennen lassen. Sie blieb zwar ohne Promotionsrecht,
erwarb sich aber durch die Berufung hervorragender Professoren
bald einen internationalen Ruf als geistiges Bollwerk des
Protestanismus. Aus der 1817 aufgelösten >Hohen
Schule< ging das heutige Theologische Seminar der Evangelischen
Kirche in Hessen und Nassau hervor. Als Wilhelm von Holland
1251 für Herborn das Recht zur Stadterhebung gab, war
der Durchbruch geschafft. Im Zentrum der Fußgängerzone
sehenswerter Marktplatz mit eindrucksvollem Rathaus. Über
Schuld und Sühne der Herborner Bürger wurde im
wuchtigen Rathaus mit dem eindrucksvollen Uhrturm Gericht
gehalten. Es hat seine heutige Gestalt um 1630 erhalten
und diente nicht nur als Tagungsort von Rat und Gericht,
sondern gleichzeitig auch als Stadtwaage, Tanzhaus, Weinkeller,
Getreidespeicher, Waffenarsenal und Feuerwache. Um 1650
begann man damit, die Brüstung der Außenwand
der Ratsstube mit Familienwappen, Zunft- und Handelszeichen
der Herborner Bürgermeister und Ratsherren zu verzieren
- vielleicht die schönste Art Geschichte zu schreiben.
Insgesamt eine romantische Altstadt mit einem zusammenhängenden
Ensemble aus über 400 fachgerecht restaurierten, mehrstöckigen
Fachwerkhäusern der verschiedensten Stilrichtungen.
Das Stadtmuseum mit Herborner Drucken befindet sich im historischen
Kollegbau der >Hohen Schule<. Die Gründung der
>Hohen Schule< hatte im frühen 17.Jh. einen regelrechten
Boom beim Fachwerkbau zur Folge. Der Wohnungsraumbedarf
von Professoren und Studenten führte zu einer deutlich
steigenden Nachfrage auf hohem Qualitätsniveau. Veraltete
und unansehnlich gewordene Bausubstanz wurde seinerzeit
einfach abgetragen und durch Repräsentatives ersetzt.
Markante
Häuser im heutigen Stadtbild wie Kornmarkt 15/17 und
22 sowie Hauptstraße 31 und 83 werden in historischen
Dokumenten ausdrücklich als bewußt prächtiger
Ersatz für abgetragene Bauten bezeichnet - meist verbunden
mit der Bitte an den Landesherren, einen Teil des benötigten
Bauholzes aus seinen Forsten zur Verfügung zu stellen.
Burg
Greifenstein, an der Autobahn A45, Wetzlar - Dortmund
Burg
Greifenstein mit Deutschem Glockenmuseum, der Doppelkirche
und dem Burg- und Ortsmuseum. Hoch oben auf einem Berg des
Westerwaldes thronend liegt das gastlich schmücke Dörfchen
Greifenstein.
Die
Burg Greifenstein: die erstmals um 1200 urkundliche
erwähnte Burg hat eine wechselvolle Geschichte erlebt.
Sie war Residenz der Grafen zu Solm-Greifenstein und diente
den >Nassauern< als Herrensitz. Die Entwicklung von
einer Kernburg zur uneinnehmbaren starken Festung und weiter
zu einem prunkvollen Schloß läßt sich heute
noch an Stilelementen ablesen, die von der Frühgotik
bis zum Barock reichen. Das zur Burg gehörende Burg-
und Ortsmuseum bietet einen umfassenden Überblick,
über die Geschichte der Burg und des Dorfes. Bodenfunde,
Urkunden, Siegelabdrücke, Münzen, Dokumente, Möbel
und Gerätschaften geben einen Einblick in die Lebensweise
der Burg- und Dorfbewohner vergangener Zeiten.
Im
größten Bollwerk ist das in Deutschland einmalige
Deutsche Glockenmuseum untergebracht. Die Roßmühle,
ein gewaltiger Geschützturm und das größte
Bollwerk der Burg, verdankt ihren Namen einem zusätzlichem
Zweck. In Zeiten der Belagerung betrieb man hier ein von
Pferden gezogenes >Göppelwerk< mit Mühle,
mit dem Getreide gemahlen wurde. Heute beherbergt dieser
gewaltige Bau das >Deutsche Glockenmuseum<. Der ovale
Bau wird von einer Kuppel überwölbt und vermittelt
dem Besucher das Gefühl, selbst in einer riesigen Glocke
zu stehen. Die Gestaltung des Innenraums mit seinen Emporen
und den zahlreichen Wandnischen, die jeweils einer Glocke
Heimstatt geben, die eindrucksvolle Beleuchtung und die
zahlreichen Schautafeln bilden eine architektonische Einheit
von faszinierender Harmonie. Das Glockenmuseum beherbergt
41 Glocken aus 9 Jahrhunderten, tönende Zeugen menschlicher
Kultur. Sie sind in mehreren Ebenen des riesigen Rundbaues
in ungefährer Zeitfolge angeordnet. Veränderungen
von Form, Stil und Klang können hier erlebt werden
und zeigen einen breiten Ausschnitt deutscher Glockengeschichte
und Glockenkunst.
Eine
besondere Attraktion in der Burg ist eine der wenigen Doppelkirchen
Deutschland. Auf der im 15.Jh. erbauten gotischen Kirche
wurde Ende des 17.Jh. eine zweite Kirche errichtet. Das
einmalige an dieser Kirche ist ihr reicher barocker Schmuck,
die überaus reichhaltigen Stuckarbeiten an der gesamten
Decke, der Kanzel und der umlaufenden Emporen zeugen von
der italienischen frühbarocken Dekorationskunst.
Wer
auf der Burg mehr sucht als den historischen Weg der Zeitzeugen,
wer fröhlich, ausgelassene Stunden, besondere Burgromantik
liebt, dem bietet der versierte Kellermeister neben dem
deftigen Ritterschmaus auch auf Wunsch das besondere Erlebnis,
>einem Ritterschlag< beizuwohnen.Hier regieren Frohsinn,
Heiterkeit und Herzlichkeit. Ein Besuch lohnt sich bestimmt.
Öffnungszeiten:
Burg, Museum und Doppelkirche: Täglich von 10.00 bis
12.00 Uhr und 13.30 bis 18.00 Uhr (in der Zeit vom 01. April
bis 31. Oktober). An Sonn- und Feiertagen druchgehend von
10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. In der Zeit vom 01. November
bis 31. März nur Sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.